CRM Lastenheft erstellen: Anforderungen definieren + Vorlage herunterladen

    Ein CRM-Projekt scheitert selten an ‘Feature fehlt’, sondern an unklaren Prozessen, Datenchaos und fehlender Adoption. Ein gutes CRM-Lastenheft verhindert genau das: Es macht Ziele messbar, priorisiert Anforderungen und liefert eine saubere Basis für Vendor-Vergleich, Angebot und Implementierung.

    Download: CRM-Lastenheft Vorlage (Excel)

    Kostenloser Lead-Magnet: Anforderungsliste + Muss/Soll/Kann + Bewertungsmatrix. Download gegen E-Mail (Double-Opt-In empfohlen).

    Hinweis: Für produktiven Betrieb bitte serverseitig Double-Opt-In, Consent Logging und einen signierten Download-Link implementieren.

    Wann diese Vorlage dir am meisten bringt

    • Du willst Angebote vergleichen und brauchst klare Muss-Kriterien.
    • Mehrere Teams sind betroffen (Sales/Service/Marketing) und du brauchst Alignment.
    • Integrationen/Migration sind relevant und sollen früh bewertet werden.
    • Du willst Demos strukturieren: gleiche Use Cases, gleiche Bewertung.

    Passende Vertiefung: Systemauswahl Methodik →

    CRM als Systemklasse: Was du mit dem Lastenheft wirklich steuerst

    Was ist ein CRM (Systemklasse) – und wofür braucht ihr ein Lastenheft?

    • CRM (Customer Relationship Management) bündelt Kundendaten, Interaktionen und Vertriebs-/Service-Prozesse in einem System.
    • Ein Lastenheft übersetzt Ziele und Prozesse in prüfbare Anforderungen – damit ihr nicht ‘Tool-Demos’ einkauft, sondern Ergebnisse.
    • Der größte Hebel liegt selten in Features, sondern in Datenqualität, Prozessdisziplin, Rollen/Adoption und Integration (ERP/Shop/Marketing).

    Wann ein CRM-Lastenheft besonders wichtig ist

    • Wenn mehrere Teams betroffen sind (Sales, Service, Marketing, Geschäftsführung).
    • Wenn Migration/Alt-Daten und Schnittstellen relevant sind (ERP, DWH/BI, Telefonie, Shop).
    • Wenn es regulatorische Anforderungen gibt (Berechtigungen, Audit, Löschkonzept).
    • Wenn ihr Angebote vergleichen wollt (Vendor-Shortlist + Bewertungsmatrix).

    Struktur: So baust du ein CRM-Lastenheft, das in Demos und Angeboten funktioniert

    Du brauchst kein 80-Seiten-Dokument. Du brauchst Klarheit: Ziele, Prozesse, Daten, Integrationen, Prioritäten und Akzeptanzkriterien.

    Kapitel 1: Ziele & Scope

    • Business-Ziele (z.B. Lead-to-Order Durchlaufzeit senken, Forecast verbessern, Service SLAs erfüllen)
    • In/Out of Scope (Welche Teams, Länder, Produkte, Kanäle?)
    • Erfolgskriterien/KPIs (Messbar, zeitlich definiert)

    Kapitel 2: Prozesse & Rollen

    • Ist-Prozess (kurz) → Soll-Prozess (klar) pro Bereich (Sales/Service/Marketing)
    • Rollen/Berechtigungen, Verantwortlichkeiten, Freigaben
    • Datenverantwortung (Owner je Objekt: Account, Kontakt, Deal, Ticket, Aktivitäten)

    Kapitel 3: Anforderungen (Muss/Soll/Kann)

    • Funktional (z.B. Pipeline, Angebotsprozess, Ticketing, SLA, Automationen)
    • Nicht-funktional (Performance, Verfügbarkeit, Audit, SSO, Datenresidenz)
    • Integrationen (ERP, Mail, Kalender, Telefonie, DWH/BI, Marketing Automation)

    Kapitel 4: Daten, Migration & Reporting

    • Datenmodell / Felder / Pflichtfelder / Dublettenlogik
    • Migration (Quellen, Bereinigung, Mapping, Cutover-Plan)
    • Reporting/BI: KPIs, Dashboards, Export/Sync, Data Governance

    Kapitel 5: Bewertung & Auswahl

    • Gewichtete Kriterien + Use-Case-Demos
    • PoC für kritische Risiken (z.B. Telefonie, ERP-Sync, Rechtekonzept)
    • TCO-Sicht: Lizenz + Implementierung + Betrieb + Enablement/Change

    Praxis-Tipp: Formuliere Anforderungen testbar: ‘System muss ...’ + Akzeptanzkriterium (‘gilt als erfüllt, wenn ...’). So wird aus ‘kann vieles’ eine prüfbare Zusage im Angebot.

    Beispiele: CRM-Anforderungen (Muss/Soll/Kann)

    Beispielhafte Anforderungen (Auszug) – so sieht es im Lastenheft aus

    BereichBeispiel-AnforderungTypHinweis
    SalesDeal-Pipeline mit klaren Stages + PflichtfeldernMussVerhindert ‘schöne Daten’, verbessert Forecast
    ServiceTicket-SLAs, Eskalation und Queue-ManagementMussSLA ohne Ownership ist nur Reporting
    MarketingLead-Scoring + Übergabe an Sales mit SLASollProzess-Handshake definieren
    DatenDublettenprüfung für Kontakte/AccountsMussSonst Reporting/Automationen unbrauchbar
    SecuritySSO + Rollen + Audit LogsSoll/MussAbhängig von Compliance/IT-Richtlinien
    IntegrationERP-Sync für Kundenstamm/StatusSollKlare Master-Definition: CRM vs ERP

    Tipp: Ergänze je Anforderung Owner, Priorität, Risiko und Akzeptanzkriterien. Genau das ist in der Vorlage vorbereitet.

    Typische Fehler – und wie dein Lastenheft sie verhindert

    Typische Fehler beim CRM-Lastenheft

    • Zu viele ‘Wunschfeatures’ statt klarer Ziele und Prozesse (Scope wird unkontrollierbar).
    • Keine Priorisierung (Muss/Soll/Kann) – jede Demo gewinnt mit Show-Features.
    • Datenmigration unterschätzt: Bereinigung, Dubletten, Pflichtfelder, Owner fehlen.
    • Integrationen werden erst nach Vertragsabschluss konkret (dann teuer).
    • Kein Change Management: Adoption wird dem Tool zugeschrieben, nicht dem Enablement.

    Bewertung: So vergleichst du Anbieter ohne Demo-Bias

    Nutze gewichtete Kriterien und standardisierte Demoszenarien. Die Matrix verhindert, dass ein Anbieter mit Show-Features gewinnt, obwohl er eure Muss-Kriterien nicht sauber abdeckt.

    Bewertungsmatrix (Vorlage) – Beispiel

    KriteriumGewichtVendor AVendor BVendor C
    Sales Prozess-Fit20%---------
    Service/Ticketing15%---------
    Integrationen (ERP/Telefonie)20%---------
    Governance (SSO/Rollen/Audit)15%---------
    Reporting/BI10%---------
    TCO (3 Jahre)20%---------

    Methodik: Wenn du die Auswahl strukturiert aufsetzen willst: IT Systemauswahl Methodik → (Framework für Kriterien, Demos, PoC und Entscheidung).

    FAQ: CRM Lastenheft erstellen

    Erstberatung: CRM-Anforderungen schärfen & Vendor-Shortlist bauen (vendor-neutral)

    Ich unterstütze systemunabhängig bei Anforderungsworkshops, Priorisierung (Muss/Soll/Kann), Demo-Skripten, Bewertungsmatrix, Integrations- und Migrationsrisiken sowie Change/Enablement. Ziel: Auswahl und Einführung ohne teure Überraschungen.

    Tipp: Bring eure Top-5 Vertriebs- und Service-Prozesse, Systemliste (ERP/Telefonie/Marketing) und Reporting-Ziele mit.