CRM Auswahl Beratung: systemunabhängig entscheiden trotz Vendor-Dominanz

    Für den Mittelstand zählt am Ende aber: Prozessfit, Datenqualität, Adoption, Integrationen und TCO. Diese Hub-Seite erklärt die CRM-Systemklasse, zeigt einen belastbaren Auswahlprozess und verlinkt zu vertiefenden Spokes.

    Einordnung: Dominanz verstehen – Entscheidung zurückholen

    Warum CRM-Auswahl heute schwierig ist

    • Große Vendor-Dominanz: Salesforce, HubSpot und Microsoft prägen den Markt – mit starken Ecosystems und Partnern.
    • Tool-Demos wirken überzeugend, sind aber oft nicht auf eure Prozesse/Daten/Integrationen gemappt.
    • Die echten Kosten entstehen nach dem Go-Live: Adoption, Datenqualität, Governance und Integrationen.

    Was eine systemunabhängige CRM-Auswahl leisten muss

    • Systemklasse erklären und Scope schärfen: CRM ≠ ERP ≠ Marketing Automation.
    • Use Cases in prüfbare Kriterien übersetzen (Muss/Soll/Kann + Akzeptanzkriterien).
    • Vendor-Bias reduzieren: identische Demoszenarien + gewichtete Matrix + PoC für Risiken.

    Kurzregel: Wenn ein CRM-Projekt ‘in Demos entschieden’ wird, ist das Risiko hoch. Entscheide anhand eurer Use Cases, Daten- und Integrationsrealität – nicht anhand des lautesten Ecosystems.

    CRM Systemklasse: Fokus, Grenzen, Schnittstellen

    CRM (Systemklasse) – wofür ist es da?

    • Frontoffice: Vertriebspipeline, Kundeninteraktionen, Servicefälle, Aufgaben, Kommunikation.
    • Transparenz und Steuerung: Forecast, SLAs, Übergaben zwischen Teams, Datenkonsistenz.
    • Wert entsteht durch Prozessdisziplin + Datenqualität + Integration (ERP/Telefonie/Marketing/BI).

    Vendor-Dominanz richtig einordnen (ohne Ideologie)

    • Große Plattformen können sehr sinnvoll sein – wenn sie zu eurem Reifegrad und Betriebsmodell passen.
    • Entscheidend ist nicht ‘Wer ist Marktführer?’, sondern: Prozesse, Daten, Integrationen, Governance, TCO und Adoption.
    • Im Mittelstand sind schnelle Rollouts und klare Verantwortlichkeiten oft wichtiger als maximale Plattform-Tiefe.

    CRM Auswahlprozess (Mittelstand): von Use Cases zur Entscheidung

    Der Prozess ist absichtlich pragmatisch: schnell genug für KMU, aber robust genug, um Vendor-Bias zu reduzieren und Integrations-/Migrationsrisiken früh sichtbar zu machen.

    11) Scope & Ziele (statt Feature-Wünsche)

    • Ziele und KPIs definieren (z.B. Conversion, Durchlaufzeiten, Forecast-Genauigkeit, SLA-Einhaltung).
    • In-/Out-of-Scope klären (Teams, Regionen, Produktlinien, Kanäle).
    • Top-Use-Cases ableiten (8–12 Demoszenarien) – das ist später euer Demo-Skript.

    22) Anforderungen & Bewertungsmatrix

    • Muss/Soll/Kann + Akzeptanzkriterien pro Anforderung.
    • Gewichtung nach Business Impact + Risiko (Integration, Compliance, Datenmigration).
    • K.O.-Kriterien definieren (z.B. SSO, Rechtekonzept, Datenresidenz, API-Fit).

    33) Shortlist & strukturierte Demos

    • Shortlist (meist 3–5 Anbieter) auf Basis Scope, Budget, Integrationen, Reifegrad.
    • Identische Demoszenarien, gleiche Testdaten, gleiche Bewertungslogik.
    • Demo-Bias vermeiden: nicht ‘Show & Tell’, sondern ‘Use Case A→Z live’.

    44) Mini-PoC für kritische Risiken

    • PoC nur für echte Unsicherheiten: Telefonie, ERP-Übergabe, Rechtekonzept, Datenmodell, Reporting.
    • Zeitbox 1–2 Wochen, klare Abnahmekriterien.
    • Ergebnis: Risikoabbau + belastbare TCO-Sicht (Implementierung/Betrieb).

    55) Entscheidung, Vertragscheck & Einführungsplan

    • Entscheidung auf Basis Matrix + PoC + TCO (3 Jahre).
    • Vertrags-/Lizenzlogik verstehen (Seats, Add-ons, API-Limits, Sandboxes, Support).
    • Einführungsplan: Change Management, Datenmigration, Schulung, Governance, Integrationen.

    Lead-Magnet: Für Anforderungen + Matrix: CRM Lastenheft Vorlage (Download) →

    Kriterien & Bewertungsmatrix: was wirklich zählt

    Kriterien, die im Mittelstand wirklich entscheiden

    • Adoption: UX, mobile Nutzung, Prozess-‘Friction’, Pflichtfelder, Nutzen im Alltag.
    • Datenmodell & Datenqualität: Dublettenlogik, Pflichtfelder, Ownership je Objekt.
    • Integrationen: ERP, Telefonie, Mail/Kalender, Marketing, BI/DWH – inkl. Monitoring/Fehlerpfade.
    • Governance: Rollen/Rechte, Feld-/Automation-Change-Prozess, Audit/Compliance.
    • TCO: Lizenz + Implementierung + Betrieb + Enablement (nicht nur ‘Preis pro Seat’).

    Typische Preis-/Scope-Fallen

    • Add-ons für Reporting, CPQ/Quote, Servicefunktionen oder Sandboxes werden spät entdeckt.
    • Zu großer Scope im ersten Rollout (Big Bang) → Adoption sinkt, Projekt wird zäh.
    • Integrationen werden ‘nach Vertrag’ konkret – dann wird es teuer und langsam.

    Beispiel: Kriteriengewichtung (Auszug)

    KriteriumGewichtHinweis (was prüfen?)
    Sales Prozess-Fit20%Stages, Pflichtfelder, Angebotsprozess, Forecast-Hygiene
    Service/Support (falls Scope)15%Ticketing, SLA, Wissensbasis, Omnichannel
    Integration (ERP/Telefonie/Marketing)20%APIs, Datenhoheit, Fehlerpfade, Monitoring
    Governance & Security15%SSO, Rollen, Audit, Environments, Freigaben
    Reporting & Steuerung10%KPI-Definitionen, Datenmodell, BI-Export
    TCO (3 Jahre)20%Lizenz + Implementierung + Betrieb + Enablement

    Methodik: Wenn du euer Framework standardisieren willst: IT Systemauswahl Methodik →

    Vertiefung: Vergleiche, Einführung, Vorlagen

    CRM Vergleich KMU

    Breiter Vergleich (HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Dynamics 365, Zoho) – mit Kriterien und Matrix.

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    HubSpot vs Salesforce vs Dynamics

    Vendor-Vergleich: wann welche Plattform sinnvoll ist – ohne Sales-Pitch.

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    CRM Einführung (Mittelstand)

    Change Management, Datenübernahme, Schulungskonzept – Phasenmodell und Checklisten.

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    CRM Lastenheft (Download)

    Lead-Magnet: Vorlage für CRM-Anforderungen + Bewertungsmatrix.

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    CRM vs ERP

    Abgrenzung + Entscheidungsbaum + Integrationslogik.

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    Erstberatung: CRM Auswahl (vendor-neutral)

    Ich unterstütze systemunabhängig bei Scope, Demo-Skripten, PoC-Design, Bewertungsmatrix und Einführungsplan. Ziel: Entscheidungssicherheit ohne Ecosystem-Bias.

    Häufig gestellte Fragen