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PIM Systemauswahl (Hub)
Systemklasse verstehen, Kriterien, Shortlist und Auswahlprozess.
Zum PIM HubPIM Vergleich (Spoke)
Vergleichsartikel (Systeme/Anbieter) mit Matrix \u2013 für Shortlist-Entscheidungen.
Zum VergleichiPaaS & Automatisierung (Hub)
Integration ist einer der größten TCO-Hebel (Monitoring, Reprocessing, Patterns).
Zum iPaaS HubSoftware-Kosten: Die 4 großen Preis-Hebel
PIM-Anbieter lizenzieren selten „pauschal“. Meistens wächst der Preis mit dem Datenvolumen oder der Komplexität.
Lizenz / Subscription
- Preismodell (User, Datenvolumen, Channels, Features, Umgebungen)
- Stufen/Editionen (z. B. Essentials/Advanced/Enterprise)
- Add-ons (Workflow, DAM/Assets, Syndication, API Limits)
Einordnung: Hier entscheidet sich, ob Kosten linear wachsen (User) oder sprunghaft (Volumen/Channels/Features).
Implementierung & Enablement
- Datenmodell, Taxonomie, Variantenlogik, Pflichtfelder/Validierung
- Import/Migration, Datenqualität, Mapping
- Prozess/Workflow (Freigaben, Rollen, Governance)
- Training, Rollout, Change Management
Einordnung: Die Implementierung ist oft der größte Einmalblock – und der mit dem höchsten ROI, wenn sauber gemacht.
Integration & Automatisierung
- ERP–PIM Integration (Stamm, Preise, ggf. Bestände/Verfügbarkeit)
- Ausleitung in Commerce/Marktplätze/Print (Feeds, APIs)
- iPaaS/Workflow-Automation, Monitoring, Reprocessing
Einordnung: Punkt-zu-Punkt spart kurzfristig – iPaaS spart langfristig Betrieb und macht Wachstum günstiger.
Betrieb (Run) & Weiterentwicklung
- SaaS: Admin/Key User, Release-Management, Governance
- On-Prem: Infrastruktur, Updates, Backups, Monitoring, Security
- Weiterentwicklung: neue Kanäle, Attribute, Regeln, Übersetzungen
Einordnung: TCO ist nicht „Lizenz + Projekt“ – sondern Betrieb + Weiterentwicklung über 3–5 Jahre.
Tipp: Bereinigt Daten VOR der Migration. Lizenzkosten für „Karteileichen“ sind vermeidbar.
SaaS vs On-Premise: Was ändert sich in der Kostenlogik?
Beide Modelle können richtig sein. Entscheidend ist, wie sie zu deinen Rahmenbedingungen passen (Compliance, IT-Kapazität, Release-Frequenz, Skalierung).
SaaS PIM
- Pro: schneller Start, weniger Infrastruktur/Updates, oft bessere Time-to-Value
- Con: Subscription kann mit Volumen/Features wachsen, weniger Kontrolle über Betrieb
- Typisch: Kosten verschieben sich von \u201eCapEx\u201c zu \u201eOpEx\u201c
Wann gut? Wenn du schnell liefern willst, IT-Kapazitäten begrenzt sind und Compliance passt.
On-Premise PIM
- Pro: mehr Kontrolle über Daten/Betrieb, individuelle Policies, ggf. bessere Integration in Legacy
- Con: Updates, Security, Monitoring, Backups, HA \u2013 das ist dauerhafte Arbeit
- Typisch: höhere laufende Betriebskosten (intern/extern)
Wann gut? Wenn Hosting/Compliance strikt ist oder du bereits ein starkes Betriebsmodell hast.
Praxisregel: Wenn du On-Prem wählst, plane Betrieb wie ein Produkt: Verantwortlichkeiten, Updates, Monitoring, Incident-Prozess \u2013 sonst wird es teurer als SaaS.
PIM Lizenzmodelle: Welche Logiken du kennen musst
Lizenzmodelle unterscheiden sich stark. Wichtig ist nicht nur der Preis, sondern die Wachstumslogik: Was passiert bei mehr SKUs, mehr Channels, mehr Sprachen oder mehr Teams?
User-basiert
Vorteile
- gut planbar bei stabiler Teamgröße
- einfach zu kommunizieren
Nachteile
- kann bei vielen Beteiligten teuer werden (Marketing, Sales, Partner)
- Shadow-User-Risiko
Darauf achten
- Rollen/Personas definieren (Viewer vs Editor)
- Externe Nutzer/Partner früh klären
Datenvolumen / Items
Vorteile
- passt zu datengetriebenem Wachstum
- fair, wenn wenige Nutzer viel Daten bewegen
Nachteile
- kann bei Variantentiefen explodieren
- Definition „Item“ ist manchmal tricky
Darauf achten
- SKU/Variante/Artikel sauber definieren
- Prognose 24–36 Monate mit einplanen
Channel-/Syndication-basiert
Vorteile
- passt zu Multi-Channel-Rollout
- gute Steuerung über Roadmap
Nachteile
- kann bei vielen Partnern teuer werden
- Add-ons pro Channel möglich
Darauf achten
- Roadmap der Kanäle priorisieren
- Kosten pro zusätzlichem Channel prüfen
Feature/Edition-basiert
Vorteile
- bezahlt nur, was man nutzt
- klarer Up-/Downgrade-Pfad
Nachteile
- Feature-Split kann später weh tun
- Kosten steigen sprunghaft bei Upgrade
Darauf achten
- No-Go Features früh identifizieren
- PoC auf kritische Features fokussieren
TCO-Rechnung (3\u20135 Jahre): So wird's belastbar
Eine TCO-Rechnung ist keine Excel-Magie. Sie ist eine strukturierte Annahmenliste. Hier ist ein praxistaugliches Vorgehen:
- Scope festlegen: SKUs/Varianten, Attribute, Sprachen, Channels, Nutzergruppen (Editor/Viewer/Partner).
- Lizenzmodell-Szenarien: Rechne mindestens zwei Szenarien (z.\u202fB. user-basiert vs volumen-basiert).
- Einmal-Kosten: Implementierung, Datenbereinigung/Migration, Training, initiale Integrationen.
- Run-Kosten: Betrieb (Admin/Key User), Support, Releases/Tests, Monitoring, Weiterentwicklung.
- Sensitivitäten: Wachstum (SKUs/Channels), neue Länder/Sprachen, höhere Automationsrate, zusätzliche Teams.
Mini-Beispiel (nur zur Logik)
Jahr 1: Lizenz + Implementierung + Integration + Enablement
Jahr 2\u20135: Lizenz + Betrieb + Weiterentwicklung (z.\u202fB. neue Channels/Sprachen)
- Wenn Volumen wächst: Kosten steigen ggf. über \u201eItems/Channels\u201c
- Wenn Governance fehlt: Betriebskosten steigen über Support/Fehlerbehebung
- Wenn iPaaS vorhanden: Integration wird wiederverwendbar \u2192 weniger TCO
Die \u201eNo-Surprise\u201c-Checkliste
- Wie zählt der Anbieter \u201eItem/SKU/Variante\u201c genau?
- Wie viele Umgebungen sind enthalten (Dev/Test/Prod)?
- Welche API-/Rate-Limits gelten?
- Was kostet Syndication/Channel-Ausleitung extra?
- Welche Features sind Add-ons (Workflow, DAM, Translation)?
- Welche Kosten entstehen bei mehr Sprachen/Regionen?
Beraterblick: Die beste TCO-Senkung ist selten \u201eLizenz verhandeln\u201c, sondern: Datenqualität + Governance + Integration/Automatisierung sauber aufsetzen.
Budgetplanung & ROI-Kalkulation
Brauchst du eine belastbare Budgetschätzung für die Geschäftsführung? Ich helfe dir, die versteckten Kosten aufzudecken, Angebote vergleichbar zu machen und einen Business Case zu rechnen, der auch in 3 Jahren noch stimmt.
Tipp: Ein gutes PIM-Projekt spart durch Prozessautomatisierung mehr, als es an Lizenz kostet. Lass uns den ROI rechnen.