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    SystemSelect · Beratung für Software-Auswahl

    30 Min · kostenlos

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    PIM vs. MDM vs. DAM – Wann brauche ich was?

    Klare Abgrenzung der drei Datenverwaltungssysteme – mit Entscheidungshilfe für den Mittelstand

    TS

    Tim Sternatz · SystemSelect · Herstellerunabhängige Softwareauswahl

    · Aktualisiert · 8 Min Lesezeit

    PIM, MDM und DAM – drei Abkürzungen, die oft verwechselt und manchmal synonym verwendet werden. Das sind sie nicht. Die falsche Systemwahl führt zu teuren Fehlentscheidungen.

    Diese Seite erklärt die Unterschiede klar und hilft Ihnen zu entscheiden, was Sie tatsächlich brauchen.

    Kurzversion

    PIM

    = Produktdaten für Kanäle

    Webshop-Beschreibungen, Marktplatz-Content

    MDM

    = Alle Stammdaten konzernweit

    Kunden, Lieferanten, Produkte, Standorte

    DAM

    = Digitale Mediendateien

    Produktbilder, Brand Assets, Videos

    Die drei Systeme im Detail

    PIM

    Product Information Management

    Fokus: Produktmarketing-Daten

    Welche Daten gehören hinein?

    • Produktbezeichnungen & Beschreibungen
    • Technische Attribute & Spezifikationen
    • Kategorisierungen & Tags
    • Preise & Verfügbarkeiten (Marketing-seitig)
    • Übersetzungen für internationale Kanäle

    Was gehört nicht hinein?

    • Lagerbestände (→ ERP)
    • Transaktionale Preise (→ ERP)
    • Kunden- und Lieferantendaten (→ MDM)

    Bekannte Systeme

    AkeneoPimcoreContentservSales Layer

    Wählen Sie PIM, wenn …

    Wenn Sie Produkte über mehrere Kanäle (Webshop, Marktplätze, Print-Katalog) vermarkten und Produktbeschreibungen zentral pflegen wollen.

    → Mehr zu PIM
    MDM

    Master Data Management

    Fokus: Alle Unternehmens-Stammdaten

    Welche Daten gehören hinein?

    • Produkt-Stammdaten (inkl. PIM-Daten)
    • Kundenstammdaten (Customer MDM)
    • Lieferantenstammdaten (Supplier MDM)
    • Standort- & Organisations-Stammdaten
    • Golden Record über alle Systeme hinweg

    Was gehört nicht hinein?

    • Transaktionale Daten (→ ERP)
    • Marketing-Content (→ PIM)
    • Mediendateien (→ DAM)

    Bekannte Systeme

    Stibo STEPInformatica MDMSAP MDGRiversand

    Wählen Sie MDM, wenn …

    Wenn Sie in einem Konzern mit mehreren ERP-Systemen arbeiten und Stammdaten über Systemgrenzen hinweg konsistent halten müssen.

    → Mehr zu MDM
    DAM

    Digital Asset Management

    Fokus: Digitale Medien & Assets

    Welche Daten gehören hinein?

    • Bilder & Produktfotos
    • Videos & Animationen
    • Dokumente & PDFs
    • Brand Assets & Design-Dateien
    • Freigabe-Workflows & Rights Management

    Was gehört nicht hinein?

    • Produktbeschreibungen (→ PIM)
    • Stammdaten (→ MDM)
    • Transaktionsdaten (→ ERP)

    Bekannte Systeme

    BynderCantoCloudinaryPimcore DAMFrontify

    Wählen Sie DAM, wenn …

    Wenn Sie ein professionelles Creative-Team haben, viele Formatvarianten produzieren (Web, Print, Social) und eine strukturierte Freigabe und Archivierung von Medien brauchen.

    → Mehr zu DAM

    Entscheidungshilfe: Was brauchen Sie?

    ? Haben Sie mehr als 500 Produkte und mehr als einen Vertriebskanal?

    → Wahrscheinlich brauchen Sie ein PIM.

    ? Arbeiten Sie mit einem Creative-Team und produzieren Sie regelmäßig neue Bildwelten?

    → Zusätzlich ein DAM macht Sinn.

    ? Haben Sie mehrere ERP-Systeme oder Gesellschaften mit inkonsistenten Stammdaten?

    → MDM löst Ihr eigentliches Problem.

    ? Ihr PIM reicht für die Medienverwaltung aus und Sie haben < 10.000 Assets?

    → Kein separates DAM nötig.

    ? Sie sind ein mittelständisches Unternehmen mit einem ERP und einem Online-Shop?

    → PIM ist Ihr richtiger nächster Schritt.

    Beispiel-Szenario: B2B-Hersteller mit 10.000 Artikeln + 50.000 Bildern

    Was passiert in einem typischen Mittelständler ohne PIM/MDM/DAM — und welche Disziplin löst welches konkrete Symptom?

    Symptom heuteVerursacherLösung
    Artikelnummern werden in ERP und Shop unterschiedlich gepflegtKeine zentrale Hoheit über StammdatenMDM (Domäne: Product)
    Marketing wartet wochenlang auf Produkttexte für neuen KatalogKeine strukturierte Datenredaktion / WorkflowsPIM
    Bilder liegen auf 4 Fileservern, niemand weiß welches die aktuelle Version istKeine zentrale Mediendrehscheibe + VersionierungDAM
    Marktplatz-Listings werden händisch Tag für Tag aktualisiertKeine kanalspezifischen Export-RoutinenPIM (Channel-Output)
    Lieferantendaten werden 3-mal getippt (ERP, CRM, Vertragsmanagement)Keine Master-Quelle für GeschäftspartnerMDM (Domäne: Supplier)
    Rechte an einem Image-Pool sind nach 2 Jahren abgelaufen, aber Bilder werden noch genutztKeine Rechte-Metadaten + Ablaufdaten am AssetDAM (Rights Management)

    Welche Suiten decken PIM, MDM, DAM ab — und wie tief?

    Manche Hersteller bieten "alle drei" — der Tiefenvergleich zeigt, wo wirkliche Stärke ist und wo nur ein Modul für die Galerie.

    AnbieterPIMMDMDAMAnmerkung
    Pimcore★★★★★★★★★★★★Open-Source-Suite, stark für mittelständische Hersteller
    Contentserv★★★★★★★★★★★★Marketing-zentriert, Print- und Channel-stark
    Informatica★★★★★★★★★★Enterprise-MDM-Marktführer, PIM eher als Add-on
    Stibo Systems★★★★★★★★★★★Multidomain-MDM in einem Modell
    Akeneo★★★★★★★Pure-Play-PIM, DAM via Plugin oder Drittsystem
    Salsify★★★★★★★★★Commerce-Network-Fokus (Marktplätze, GDSN)

    Skala: ★☆☆☆☆ = Marketing-Feature, ★★★★★ = Marktführer-Tiefe. Eigene Einschätzung aus 18+ Auswahlprojekten.

    Häufige Fragen zu PIM, MDM und DAM