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    SystemSelect · Beratung für Software-Auswahl

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    MDM-Einführung in der Prozessindustrie: Golden Record für 18.400 Stammdatensätze

    Wie ein Pharmaunternehmen mit 280 Mitarbeitenden Kundendaten aus 5 Systemen konsolidierte, DSGVO-Compliance herstellte und den Datenpflegeaufwand um 60 % reduzierte.

    Auf einen Blick

    Branche
    Pharma / Prozessindustrie
    Unternehmensgröße
    280 Mitarbeitende · 3 Standorte
    Gewähltes System
    Stibo STEP MDM
    Projektdauer
    14 Monate (Phase 1)

    Ausgangslage

    Nach zwei Akquisitionen in drei Jahren betrieb das Unternehmen fünf produktive Systeme mit überschneidenden Datensätzen. Es gab keinen Single Point of Truth für Kunden- oder Lieferantendaten. Der Compliance-Druck aus der Pharma-Regulierung (GxP, DSGVO) machte einen strukturierten MDM-Ansatz unausweichlich.

    Datenduplikate
    18.400 Kundendatensätze in 5 Systemen (ERP, CRM, Webshop, Buchhaltung, Logistik) – 35 % Duplikate, kein Golden Record
    Lieferantendaten
    Widersprüchliche Konditionen zwischen ERP und Einkauf – wöchentlich manuelle Abstimmungsrunde zwischen 3 Abteilungen
    DSGVO-Compliance
    Kein zentrales Consent-Management – Bearbeitung von Auskunfts- und Löschanfragen dauerte bis zu 3 Wochen
    Rückverfolgbarkeit
    Produktchargen ohne eindeutige Lieferanten-Zuordnung – Qualitätsaudit nicht lückenlos nachweisbar
    Fusionsaltlasten
    Zwei Akquisitionen in 3 Jahren – Altsystem-Daten nie bereinigt, Dubletten aus 3 Quellsystemen aktiv in Produktion

    Unsere Rolle im Projekt

    SystemSelect wurde als neutraler Berater für Systemauswahl und Datenstrategie beauftragt — ohne Bindung an Anbieter oder Implementierungspartner. Unser Auftrag: Die richtige MDM-Plattform für eine komplexe, regulierte Umgebung identifizieren und die Implementierung methodisch vorbereiten.

    Wir haben den Datenaudit durchgeführt, die Anforderungen erhoben, den Markt strukturiert bewertet und die Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung erstellt. In der Implementierungsphase haben wir als Qualitätssicherungsinstanz zwischen Auftraggeber und MDM-Implementierungspartner vermittelt.

    Vorgehen: 5 Phasen in 14 Monaten

    01Datenstrategie & Bedarfsanalyse (Woche 1–6)

    • Datenaudit: 18.400 Kundendatensätze analysiert – Duplikatrate, Vollständigkeit, Feldbesetzung pro Domäne
    • Stakeholder-Workshops mit Einkauf, Vertrieb, IT, Qualitätssicherung, Datenschutzbeauftragtem
    • Domänen definiert: Customer, Supplier, Product (Phase 1); Location, Employee (Phase 2)
    • Business Case: ROI-Modell auf Basis gemessener manueller Abstimmungsaufwände (1,8 FTE/Jahr)
    • 140 priorisierte Anforderungen, davon 16 Must-haves (DSGVO, Rückverfolgbarkeit, ERP-Integration)

    02MDM-Marktanalyse & Longlist (Woche 7–10)

    • 7 MDM-Systeme evaluiert: Stibo STEP, Informatica MDM, Reltio, Semarchy, Syndigo, SAP MDG, Precisely EnterWorks
    • Scoring gegen Must-have-Kriterien: Life-Sciences-Compliance, bidirektionale ERP-Konnektoren, Matching-Engine
    • Shortlist: Stibo STEP, Reltio, Semarchy – alle drei mit Pharma/Life-Sciences-Referenzen
    • TCO-Vergleich: Lizenz + Implementierung + 5 Jahre Betrieb pro Anbieter

    03Demos, Referenzen & TCO-Analyse (Woche 11–18)

    • Scripted Demo mit echten Testdaten: Duplicate-Detection, Survivorship-Regeln, Workflow-Steuerung
    • Referenzgespräche mit je einem Pharmaunternehmen pro Shortlist-Anbieter
    • Stibo STEP Sieger: beste Matching-Engine, stärkste SAP-Integration, niedrigste TCO über 5 Jahre
    • Implementierungspartner-Auswahl parallel zur Systementscheidung – getrennte Bewertung

    04Entscheidung & Implementierungsplanung (Woche 19–24)

    • Entscheidungsvorlage für Geschäftsführung: Scoring-Matrix, TCO-Vergleich, Risikobewertung
    • Vertragsverhandlung: 12 % Lizenzreduktion, 99,5 % SLA, dedizierter Customer-Success-Manager
    • Implementierungs-Roadmap: 3 Phasen über 18 Monate, beginnend mit Customer-Domäne
    • Datenmigrations-Konzept: Matching-Regeln, Survivorship-Logik, Rollback-Plan

    05Rollout Phase 1: Customer Domain (Monat 7–14)

    • Erstbereinigung: 18.400 → 11.940 konsolidierte Kundendatensätze (35 % Duplikate eliminiert)
    • Golden-Record-Logik implementiert: automatische Übernahme von ERP als Source-of-Truth für Kerndaten
    • DSGVO-Dashboard: Consent-Status und Löschanfragen zentral abrufbar und protokolliert
    • Bidirektionale SAP-Integration: Änderungen synchron in MDM und ERP – kein manueller Abgleich mehr

    Ergebnisse nach Phase 1

    35 %
    Duplikate eliminiert
    18.400 auf 11.940 konsolidierte Datensätze in Phase 1
    4 Std.
    DSGVO-Bearbeitungszeit
    zuvor bis zu 3 Wochen pro Auskunfts-/Löschanfrage
    −60 %
    Datenpflegeaufwand
    durch automatisierte Synchronisation und Matching-Engine
    18 Mon.
    ROI Break-Even
    durch eingesparte manuelle Abstimmungsaufwände (1,8 FTE/Jahr)

    Qualitative Ergebnisse

    • +Einkauf und Vertrieb arbeiten erstmals auf demselben Lieferanten-Datensatz – keine widersprüchlichen Konditionen mehr
    • +Qualitätsaudit (GxP): Chargen-Rückverfolgbarkeit zu Lieferanten lückenlos nachweisbar
    • +DSGVO-Löschanfragen vollständig automatisiert – Nachweis mit Zeitstempel und Protokoll
    • +MDM als Fundament für Phase 2 (Supplier Domain) und geplante ERP-Konsolidierung in 2027
    • +IT-Betriebsaufwand für Datenpflege von 1,8 auf 0,7 FTE gesunken